Google-Bewertungen gegen Belohnung

Die Local Guides von Google

Die Local Guides von Google helfen den Dienst Google Maps mit Informationen zu füllen. Das Programm belohnt Nutzer aktiv unter anderem dafür Fotos, Testberichte oder neue interessante Orte zu teilen. Das Ziel von Google ist Google Maps mit so vielen Informationen wie möglich über Orte, Städte, Restaurants, Attraktionen und noch viel mehr zu füllen. Sind sie im Programm angemeldet und haben Informationen die sie geteilt haben, bekommen sie von Google Punkte dafür und ab einer bestimmten Punktzahl auch kleine Geschenke. Bis zu 10 Levels kann man als Local Guide durchlaufen und dabei seine Umgebung oder Google My Business Einträge bewerten.

Klingt alles soweit ganz interessant aber was wenn damit Missbrauch betrieben wird? Was ist mit all den negativen oder unerwünschten Bewertungen? Gerade bei der WM in Russland sah man auf Seiten wie booking.com und Tripadvisor plötzlich die lokalen Bewertungen explodieren. Cafés, Hotels und Restaurants wurden massenweise positiv bewertet und damit in den Suchmaschinen weiter nach oben befördert. Aber wie ist das möglich in der Zeit und dem Umfang? Ganz einfach. Spezialisierte Agenturen erledigen das und stellen blanko positive Bewertungen auf die gewünschten Portale für ein entsprechendes Entgelt. Derjenige der nach ehrlichen Bewertungen sucht kann nicht unterscheiden was ist jetzt wahr und was frei erfunden. Auch die erwähnten aus der Luft gegriffenen negativen Bewertungen oder gar unerwünschte Bewertungen sind da ein Problem. Diese können sogar dem bewerteten Betrieb ernsthaft schaden.

Wie kann man nun diese Situation besser in den Griff bekommen?

Google Maps ist da einen Schritt weiter und macht es vor. Es hat ein System entwickelt, das schnell erkennt welche Einträge manipuliert sind und welche nicht. Man vertraut dabei auf die Weisheit der Masse und zudem wird mit einer Art Anti-Betrug-Software nach Betrugsversuchen und falschen Angaben geforscht. Jeder kann bei dem Programm Local Guides für Google Maps mitmachen und seine Meinung teilen.

Hat man die Funktion auf dem Smartphone freigegeben kann man sein Feedback teilen, wenn man z.B. unterwegs ist oder wenn die App Fragen stellt. Sternebewertungen von eins bis fünf sind da nur der kleine Teil. Sitzen Sie zum Beispiel in einem Restaurant kann es passieren, dass die Google App Sie fragt ob es Ihnen geschmeckt hat, ob Sie das Restaurant weiterempfehlen würden und was es sonst noch so auf der Karte gibt. Selbst der Brancheneintrag des Restaurants bei Google My Business sofern vorhanden können Sie dabei bewerten. Zuweilen kann das schon etwas anstrengend werden, wenn man dauernd befragt wird zu Themen die Umgebung betreffend.

Der Computer gleicht die Informationen die Sie gegeben haben dann ab und bewertet sie nach Wahrheitsgehalt. Die laut Google 50 Millionen sogenannter Local Guides helfen dabei freiwillig mit ihren Informationen. Um die Local Guides zu motivieren lockt Google wie schon erwähnt mit kleinen Geschenken, wie zum Beispiel einem Rabatt auf Filme oder ein paar Monate Zugang zu hauseigenen Musikdiensten. Bis Level 4 gibt es nur Badges danach fangen die weiteren Angebote an. Das Ganze ist zumindest ein Anfang die Welt der Bewertungen etwas durchsichtiger und ehrlicher zu machen.

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